Hausbett bauen

Ich baue ein Hausbett

Der Wunsch meiner Tochter und meiner Frau war klar und deutlich: Ein Hausbett soll es werden und natürlich das Schönste der Welt. Gesagt getan.

Es hat nicht lange gedauert, bis ich über die üblichen Kanäle (Pinterest, Instagram, YouTube etc.) beispielhafte Hausbetten vorliegen hatte. An dieser Stelle ist wohl ein großes Lob an alle Bastler zu äußern – toll, was für Bettchen ich zu diesem Thema finden konnte.

HausbettDennoch: Trotz fabelhafter Beispiele, empfand ich viele Bettchen als nicht maßig genug und teilweise nicht gut durchdacht – dies war in meiner Welt jedoch eine Grundvoraussetzung.

Folgende Grundvoraussetzungen hatte ich mir bei diesem Projekt aber an die Fahne geschrieben: Schöne dicke Balken, das Ganze in weiß, keine bis kaum sichtbare Verschraubungen, simpler Auf- und Abbau und das Ganze bis zum Geburtstag meiner Tochter.

Na dann, wollen wir mal.

Schritt 1

Im ersten Schritt habe ich alle benötigten Teile auf Länge gebracht – eine jeweilige Balkenbeschriftung kann ich hier nur wärmsten Empfehlen. Auch zu empfehlen ist, dass man sich die gekauften Balken schon beim Händler anschaut und ggf. tauscht – große Risse oder gar krumme Balken sind schwer bis gar nicht zu verarbeiten. Also, Augen auf beim Holzkauf.

Schritt 2

Der zweite Schritt befasste sich mit dem Schleifen der jeweiligen Balken. Dieser Schritt ist wohl einer der zeitintensivsten und ganz ehrlich: Hier hatte ich teils die „Schnauze voll“ – Schleifen kann schon sehr eintönig sein. Aber, was muss das muss. Beim Schleifen nutze ich meinen geliebten Schwingschleifer von Bosch. Als Schleifmaterial das Wolfcraft Schleifpapier.Den ersten Schlief habe ich in der Körnung 80 vollzogen, danach das Ganze nochmals mit 180er Körnung. Bitte diesen Schritt sehr ernst nehmen. Man spürt den entscheidenen Unterschied. Das Holz fühlt sich traumhaft an und gerade teils ausgebrochene Astlöcher lassen sich sehr gut nachbessern. Keine Sorge vor leichten Löchtern, oder Spalten – Unschöne Stellen habe ich mit der Holzspachtelmaße aufgefüllt und nach einer gewissen Trocknungszeit zusätzlich geschliffen. Ein letzten Schliff mit 180er oder ggf. 240er Körnung folgt kurz vor dem Anstreichen, da hier ggf. noch Spachtelflächen offen bleiben. Eins noch zum Thema Schleifen: Unbedingt beim Schleifen wichtige Schutzmaßnahmen einhalten. Ich empfehle hier einen guten Atemschutz*, einen Gehörschutz* sowie   ggf. eine Schutzbrille*.

Schritt 3

Auf gehts zum dritten Schritt – das Zusammensetzen. Diesen Schritt kann man sich eigentlich individuell in der Reihenfolge gestalten. Ich für meinen Teil habe erst das Bettgestell samt Umrandung erstellt, dann die zwei identischen Seitenteile („Häuschen“). Beim Zusammensetzen ist Genauigkeit und viel Leim gefragt. Gerade beim Gestell sind aber zusätzliche Verschraubungen zu empfehlen da hier aufgrund von Lattenrost und Matratze die meiste Last aufkommt. Um aufgerissenes Holz zu vermeiden, unbedingt vorbohren nicht vergessen. Bei der Umrandung konnte ich mir einen kleinen Helfer basteln um immer den gleichen Abstand zu erhalten. Das spart Zeit und minimiert Fehler. Der Umrandung habe ich durch die Nutzung von Dübeln und Leim die benötigte Festigkeit gegeben. Lange habe ich überlegt, ob dies ausreichend ist, im Nachgang sehe ich aber wie „bombenfest“ das Ganze ist. Solltet ihr Schrauben verwenden wollen, könnten man hier auf Pocketholes zurückgreifen – das System von KREG* ist da bestimmt ein guter Weg.

Alle versenkten Schrauben und oder Pocketholes dann wieder mit der Spachtelmaße* schließen und nach einer gewissen Tocknungszeit glatt schleifen. Nun noch fix die zwei Seitenteile samt Umrandung zusammensetzen und auch hier ggf. verursachte Löcher zuspachteln.

Hinweis: Die Umrandung am Kopf- und Fußende beinhaltet hier einen anderen Abstand – auch hier empfehle ich einen simplen Abstandshalter zu bauen.

Schritt 4

Im vierten Schritt kommt Farbe ins Spiel. Wie Anfangs erwähnt war der Wunsch nach einem weißen Hausbett. Ich habe mich hier für weiß seidenmatt entschieden. Vor dem Anstrich habe ich aber ein letzten Schliff mit 240er Körnung vorgenommen. Dieser Schritt gab dem Holz nochmals einen fühlbaren Mehrwert. Mit einem leicht feuchten Lappen habe ich dann das gesamte Holz abgestaubt und über Nacht trockenen lassen. Nutzt nur nicht zu viel Wasser – es soll lediglich vor dem Anstrich den letzten Schleifstaub entfernen. Nun konnte ich aber endlich in die heiße Phase übergehen – der erste Anstrich. Erst mit dem Pinsel alle Ecken und Kanten bearbeiten und dann mit der Rolle den Rest anstreichen. Beim ersten Anstrich muss es jedoch nicht immer genau zugehen, ein zweiter oder ggf. dritter Anstrich folgt. Trocknungszeit ist auch hier wichtig – unbedingt auch auf unnötige „Farb-Nasen“ achten. Wenn diese trocknen, ist es definitv kein Hingucker. Zwischen den Anstrichen habe ich die Flächen ganz leicht und grob angeschliffen – verwendet hier eine leichte Körnung.

Schritt 5

Der fünfte und letzte Schritt ist das Zusammenbauen sowie das perfekte Positionieren – ein tolles Gefühl, wenn alles passt und das Ergebnis einfach gefällt. Oder was sagt ihr?

Lust das Ganze nach zu bauen?

Ich wünsche viel Spaß – Meine Baupläne inkl. Maße gibt es gerne auf Anfrage unter info@jbh-online.de.

 

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